Glossar
Jenes Gold, das dem Zweck der Kapitalanlange dient. Hierzu gelten bestimmte gesetzliche Vorgaben, die bei Erfüllung die Mehrwertsteuer beim Kauf entfallen lassen.
Münzen, die nicht zum Zweck der Zahlung sondern der Geldanlage geprägt werden. Sie haben einen Nennwert und sind auch als Zahlungsmittel zugelassen, jedoch werden sie dazu nicht genutzt. Die Münzen sind im regelmäßigen Umlauf und werden in der Qualität Stempelglanz geprägt. Zu den beliebtesten Gold-Anlagemünzen zählen etwa Gold Krügerrand, Gold Maple Leaf oder Gold Kangaroo. Bei den Silber-Anlagemünzen sind es Silber Maple Leaf, Silber Kangaroo und Silber Philharmoniker.
Der höchste, vom Goldpreis in einer bestimmten Währung bisher je erreichte Wert (auch ATH oder Allzeithoch genannt). Bedeutend ist das ATH in Dollar, sowie hierzulande in Euro. Eine Unterscheidung wird zwischen einem Schlusskurs-Hoch (letzter Kurs eines Tages) und Intraday-Hoch (höchster Wert innerhalb eines Handelstages) gemacht.
Zusammensetzung aus Produktionskosten, dem angestrebten Gewinn der Prägestätte oder des Herstellers und dem Zwischenhändler (auch Premium genannt). In der Regel wird das Aufgeld in Prozent vom jeweils geltenden Spotpreis angegeben.
Reines Edelmetall, das gegossen oder geprägt wurde und keinen Nennwert besitzt. Meist in quadratischer Form und einfach zu handhaben.
Überzug aus Gold in hauchfeiner Form, der z.B auf Gegenständen ein wertvolles Aussehen erzeugt. Seine Eigenschaft macht möglich, Gold zu einer nur 1/9000 mm dünnen Folie zu verarbeiten, d.h der Neunmillionste Teil eines Meters.
Verpackungsart, sogenannte Sichtverpackungen, für jegliche Edelmetalle aus transparentem Kunststoff. In der Regel ermöglichen sie es, von der Vorder- sowie Rückseite aus den Inhalt zu betrachten, ohne jedoch die Verpackung zu öffnen. Blister bieten dennoch eine stabile Verpackung.
Damit gemeint ist Edelmetall in Form von Münzen oder Barren, primär zum Zweck der Anlage. Häufig wird daher eine Gewichts- und Feinheitsangabe mit eingeprägt. Weisen Barren eine Reinheit von 995/1000 und Münzen von 900/1000 auf, gelten sie in der Europäischen Union als Anlageprodukt.
Klassische Anlagemünzen, ohne aufwendige Fertigungsmechanismen hergestellt und in erster Linie zum Anlagezweck.
Münzen, die meistens nicht aus dem aktuellen Jahrgang stammen und bereits im Umlauf gewesen sind. Grund dafür ist, dass Händler die Goldmünzen zum Teil unsortiert erhalten und diese unsortiert weiterverkaufen. Diese Münzen weisen in der Regel Gebrauchsspuren auf, sind aber dennoch in üblicher Handelsqualität. Daher ist der Preis etwas günstiger als Neuware.
Darunter gefasst werden Gold, Silber und später Platin, die allesamt überaus beständig gegenüber Wasser, Luft oder auch Feuer sind. In früheren Kulturen wurden besonders Gold und Silber als Schmuck und Zahlungsmittel genutzt. Letzteres vorwiegend in Form von Barren und Münzen dank der verschiedenen Eigenschaften: Seltenheit und dem daraus folgenden hohen Tauschwert sowie der leichten Prägbarkeit.
Gold, das auf ökologisch und sozial verantwortungsvoller Weise abgebaut wird und dafür zertifiziert ist.
Der reine Anteil eines Edelmetalls/von Gold in einer Legierung (Masse-Anteil), was auch als Feinheit bezeichnet wird. Wenn ein Goldbarren ein Feingehalt von 999,99/1.000 hat, meint dies einen reinen Goldanteil zu 99,99% und 0,01% Spuren anderer Elemente. Der Feingehalt wird in Tausendteilen (Promille) oder Karat vom Gewicht ausgedrückt.
Die gängige Maßeinheit bei Edelmetallen. Die Feinunze beschreibt das Gewicht des reinen Edelmetallanteils, abzüglich Legierungsanteile oder Verunreinigungen. Sie entspricht ungefähr 31,103 Gramm.
Goldpreisermittlung mit hoher Relevanz für den Weltmarkt: die Preise von Edelmetallen unterliegen ständiger Veränderung, da sie an der Börse gehandelt werden. Für einen gemeinsamen Preis bestimmen Käufer und Verkäufer ein sogenanntes Fixing (Fixierung), ab dem sich der Preis nicht mehr ändert. Ziel ist es, zu einem festgelegten Preis so viele Transaktionen wie möglich durchzuführen. Weltweit werden Goldfixings zentral um 11:30 Uhr und 16:00 Uhr MEZ (Silber um 13:00 Uhr, Platin / Palladium um 10:45 Uhr und 15:00 Uhr) am London Bullion Market festgelegt. Früher persönlich / telefonisch, mittlerweile errechnen Computer die Fixings automatisch.
Edelmetall mit dem chemischen Zeichen Au (vom lateinischen Aurum). Es besitzt eine hohe spezifische Dichte von 19,3 g/cm³ und einen Schmelzpunkt bei 1063° C. In der Natur sind die Vorkommen von Gold folgende: gediegen als Berggold (meist in Quarz eingelagert), als Wasch- oder Seifengold (ausgewaschen in Flüssen) als Goldstaub oder -körner.
Anleger können neben Goldbarren in physischer Form über Wertpapiere (wie Goldminen-Aktien), ETCs, ETFs und Fonds indirekt in Gold investieren.
Aktueller Weltmarktpreis für Gold (auch Spotpreis oder Goldkurs genannt), der in Dollar je Feinunze notiert wird und Basis des Goldpreises anderer Währungen ist. London, New York, Tokio und Shanghai gelten als wichtige Handelsplätze.
Der Staat untersagt oder reglementiert zumindest stark den Handel oder Besitz von Gold.
Begriff im Schmuckbereich für Gold sowie weitere mögliche Maßeinheit neben Promille für den reinen Goldanteil in einer Legierung (Abkürzung Kt., C. oder ct.). Karat wird in 24tel Gewichtseinheiten ausgedrückt - es gilt: 1 Karat = 1/24 oder 4,167 %. Folgende Legierungen sind verbreitet: 21,6 Karat, 900/1000 (Münzgold); 22 Karat, 916/1000 (Krügerrand-Reinheit); 24 Karat, 999/1000 (Feingold / pures Gold)
Die London Bullion Market Association ist einer der wichtigsten Rohstoffhandelsmarktplätze weltweit. Für Gold und Silber sogar der wichtigste außerbörsliche Handelsplatz.
Die Verschmelzung zweier oder mehrerer Metalle miteinander. Häufig für die Produktion von Münzen genutzt für eine erhöhte Abriebfestigkeit. Ein Beispiel ist die weltbekannte Anlagemünze Krügerrand, die zu 83,3/1000 aus Kupfer besteht, einem besonders kratzfesten Metall.
Kurzbezeichnung für "Lateinische Münzunion". Währungsunion zwischen Frankreich, Belgien, Italien und der Schweiz (später weitere) mit dem Versuch der Standardisierung verschiedener Währungen in Europa.
Wert, der auf einem Zahlungsmittel geprägt ist. Vom reinen Metall- oder Marktwert kann dieser abweichen.
Ursprüngliche Bezeichnung für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Münzen, Zahlungsmitteln und münzverwandten Objekten (altgriechisch nomisma „das Gültige, die Münze“). Ebenfalls Bezeichnung für das Hobby Münzensammeln.
Im Allgemeinen die Abgabe von Elektronen, wodurch die Metalle eine Veränderung erfahren; enger gefasst die Aufnahme von Sauerstoff oder der Entzug von Wasserstoff. Die Edelmetalle Gold und Platin zeichnen sich durch eine grundsätzliche metallische Reinheit aus. Wenn es zu Silberverfärbungen kommt, spricht man von Oxidation. Hierbei reagiert das Silber jedoch nicht mit Sauerstoff, sondern mit Luft- bzw. Bodenverunreinigungen.
Geprägte Barren oder Münzen direkt aus der Prägestätte, die noch nicht im Umlauf waren.
Siehe wie folgt
Hierbei handelt es sich um eine ganz besonders aufwendige Herstellungsart. Münzen in „Polierter Platte” (PP) werden einzeln und in der Regel zwei- bis viermal mit polierten Stempeln geprägt. Nach jedem Prägevorgang wird der Prägestempel von Hand gereinigt und poliert. Einzelne Teile des Motivs, die auf dem Stempel mit Sandstrahl bearbeitet wurden, treten als mattes Relief hervor und stehen in reizvollem Kontrast zum hochglänzend polierten Hintergrund. Münzen werden mit Kapsel geliefert.
Eine prägefrische oder bankfrische Münze ohne jegliche Umlaufspuren und mit glänzendem Münzgrund. Geringfügige Kratzer und Einkerbungen sind durch den Ausstoß nach der Prägung oder durch Transport möglich. Silbermünzen können anlaufen oder fleckig sein. Münzen sind in der Regel ungekapselt.
Prägefrische Münzen, werden vor allem als Anlagemünzen hergestellt und sind unlimitiert. Münzen können sichtbare Kratzer durch den Anstoß oder durch den Transport haben. Silbermünzen können anlaufen oder leicht fleckig sein. Diese Münzen sind in der Regel ungekapselt.
Sehr geringe Gebrauchsspuren an den höchsten Stellen des Reliefs, jede Einzelheit ist deutlich sichtbar. Der Rand ist fehlerfrei. Teilweise noch sichtbarer Stempelglanz. Silbermünzen können anlaufen oder fleckig sein. Lieferung ohne Kapsel.
Leichte Spuren des Gebrauchs an den höchsten Stellen des Reliefs und der Legenden. Das Münzbild ist an allen Details gut erkennbar. Haarzeichnungen, Kronen, Wappen etc. dürfen leicht verwischt sein. Silbermünzen können eine Patina haben oder fleckig sein.
Eine durch längeren Umlauf stark abgenutzte Münze mit erkennbaren Reliefkonturen. Dieser Erhaltungsgrad ist die unterste Grenze für eine sammelwürdige Münze des 20. Jahrhunderts. Silbermünzen können eine Patina haben oder fleckig sein.
Ort, wo Münzen mit Nennwert geprägt und zum Teil Barren gegossen werden. Neben staatlichen Prägestätten (Royal Mint oder US Mint) gibt es private Prägestätten (Perth Mint).
In einem aufwendigen Verfahren gewonnenes Gold, das aus dem Umgebungsgestein gelöst werden muss. Daher stammt die Bezeichnung "Berggold". Es gibt vier wichtige Verfahren: Amalgamverfahren, Cyanidlaugung, Boraxverfahren, Anodenschlammverfahren.
In einem besonderen und aufwendigen Verfahren (siehe Prägequalitäten, polierte Platte) hergestellte Sammlerstücke. Die Münzen sind durch ihren Kunstwerk-Charakter gleichzeitig deutlich höher im Preis.
Währung der Republik Südafrika, die 1961 in Form der Münze als Folge auf das Ausscheiden aus dem britischen Commonwealth eingeführt wurde. 1 Rand entsprechen 100 Cents. Das Springbockmotiv ist das Wiedererkennungsmerkmal für den Rand, was neben den Umlaufmünzen besonders für die Goldanlagemünze Krügerrand gilt.
Gültige Zahlungsmittel, kennzeichnend sind hier u.a. farbige Aufdrucke, Detailprägungen und/oder Hochreliefprägungen. Sie machen einen kleinen Teil des Handelsvolumens bei Münzen neben den Anlagemünzen aus, wobei hier der emotionale Wert im Vordergrund steht. Sammlermünzen verbleiben oftmals über lange Zeit im Privatbesitz in Sammlungen und der Handel erfolgt unter Sammlern selbst. Überwiegend gibt es eine begrenzte Auflage.
Für einen handelsfähigen Zustand bei den Edelmetallen muss ein Verfahren angewendet werden, das sie von Verunreinigungen trennt. Dies erfolgt durch verschiedene Verfahren in sogenannten Scheideanstalten, die nach Art der Verunreinigung und des Metalls ausgerichtet sind.
Das Gold ist bereits gelöst als Flussgold oder Seifengold. Gewonnen wird es durch das Goldwaschen, das die einfachste, ursprünglichste und umweltfreundlichste Form ist. Gold führen auch viele Flüsse in Deutschland.
„Spot“ aus dem Englischen „Stelle“, „Punkt“. Als Spotpreis wird demnach der aktuelle Preis für ein Produkt bezeichnet, der bei Edelmetallen ständige Veränderung zeigt. Er ist Basis für das Fixing beim Edelmetallhandel.
Früher gebräuchlich im Edelmetallhandel, womit der aktuelle Preis eines Edelmetallproduktes gemeint ist. Mithilfe elektronischer Datenverarbeitung wird dieser heutzutage nicht mehr tagweise sondern mitunter sekündlich ausgegeben.
Auch als anonymer Barverkauf zu verstehen. Ganz einfach gesagt ist es Cash gegen Ware – der Kauf wird mit Bargeld gezahlt, es ist kein Ausweis als Identitätsnachweis nötig. Andere Bezahlmöglichkeiten wie Onlinekauf oder Kreditkarte bieten sich nicht an, da sie nicht anonym sind. In Deutschland ist die anonyme Barzahlung bis zur Obergrenze von 1.999,99 Euro möglich. Für einen höheren Betrag kann Gold gekauft werden, jedoch mit Identitätsnachweis durch beispielsweise einen Ausweis oder die Bezahlung per Banküberweisung. Händler sind ab der Obergrenze beim Kauf zur Identitätsprüfung des Käufers verpflichtet.
Goldreserven einer Institution (z. B. Bank) in physischer Form im Tresor lagernd.
Gewichtseinheit mit weltweit größter Bedeutung für den Edelmetallhandel (auch Feinunze oder Apothekerunze genannt). Sie entspricht einem Gewicht von 31,103 Gramm. Diese Gewichtseinheit reicht bis in den Gebrauch im alten Rom zurück und ist auch heute noch in den USA gebräuchlich.
Üblicherweise werden Barren und auch viele Sammlermünzen in Verbindung mit einem Zertifikat ausgeliefert. Neben der Prägung bestätigt dieses Echtheit, Feingewicht, Seriennummer und Reinheit des Produkts. Weniger üblich ist das Zertifikat bei Anlagemünzen, bei denen die Prägung des Nennwertes die Echtheit garantiert.
Dient vor allem dem Schutz, aber auch der Ästhetik. Zubehör für Münzen oder auch Barren ist vor allem für Sammler eine Möglichkeit, Ordnung zu schaffen und eine besondere Präsentation zu erreichen. Aufbewahrungen reichen von Kapseln, über Rahmen, Boxen bis hin zu Koffern. Anderes Zubehör sind etwa Münzwaagen, -pinzetten oder Reinigungszubehör.