Gold Geschichte
Gold Allgemein
Gold-Faszination
Gold fasziniert den Menschen durch seine Seltenheit und Beschaffenheit – und das seit Jahrtausenden. Ein niedriger Schmelzpunkt und Korrosionsbeständigkeit zeichnen das Edelmetall aus, wodurch es mit anderen Metallen kombinierbar ist und seinen Glanz auch nach vielen Jahren behält. Neben den attraktiven physikalischen Eigenschaften ist Gold bekannt für seinen goldfarbenen Glanz und wurde als „Sonnenmetall“ verehrt und spielt seither eine bedeutende Rolle. Als eines der ersten Metalle überhaupt soll es von Menschenhand bearbeitet worden sein. Bereits 4.500 v. Chr. wurde es laut ältester belegbarer Funde in Form von Goldschmuck und rituellen Gegenständen verwendet. Gold findet sich in Kronen, Masken, Zepter und weiteren Formen bei den Herrschenden heute sowie in der Vergangenheit wieder.
Gold: damals wie heute Währung mit höchstem Fortschritt
Mit der Münzprägung, als Legierung und in der Schmuckverarbeitung fand Gold die bedeutendsten Verwendungen. Als weltweites Zahlungsmittel etablierte es sich dank seiner Verbreitung in allen Kulturen dem allgemein hohen Stellenwert. Der Gültigkeitsbereich reichte über die ganze Welt und war nicht auf einzelne Länder oder Länderzusammenschlüsse begrenzt. Bereits vor Jahrtausenden war Gold damit eine fortschrittlichere Währung als jede genutzte Papierwährung heutzutage.
Gold als Währung führte wahrscheinlich Krösus, ein legendärer König der Lyder, 560 vor Christus ein. Dabei nutzte er folgende Vorteile. Gold kann nicht in beliebiger Menge hergestellt, gefälscht oder vermehrt werden und ist überaus vielseitig einsetzbar. Seine besondere Beschaffenheit machte es möglich, Gold zu be- und verarbeiten. Daher stammt das heutige Sprichwort „So reich wie Krösus“ – er gilt als Erfinder der Goldmünzen. Neben den Lydien waren auch bereits die antiken Völker vom Metall fasziniert. Nicht zuletzt wegen seiner zunehmenden monetären Bedeutung war es für unzählige Kriege verantwortlich.
Gold Förderung
Gold-Förderung beginnt vor 6.000 Jahren
Gefördert wurde Gold bereits 4.000 Jahre vor Christus. Im südlichen Mesopotamien, zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris in Asien, stießen die Sumerer auf Gold und betrieben die erste Goldmine. Bei den Ägyptern war Gold ebenfalls bereits 3.000 Jahre vor Christus bekannt.
Inka-Gold und Azteken im 16. Jahrhundert
Ein wesentliches Gold-Zeitalter bezeichnet die Zeit der Inka, die im Jahr 1200 den Grundstein ihrer Jahrhunderte währende Kultur legten. Spanien sicherte sich mit der Landung von Francisco Pizarro an der peruanischen Küste in 1532 und der Erbeutung von ca 180 Tonnen Gold und 16.000 Tonnen Silber die Vorherrschaft auf den Weltmeeren und gleichzeitig die vollständige Weltherrschaft. In Schmelzöfen, die 34 Tage gebrannt haben sollen, wurden die Edelmetalle in Barren zum Transport geformt. Die Inka-Kultur wurde in den folgenden vierzig Jahren weitestgehend ausgelöscht. Über vergleichsweise viel Gold verfügten auch die Azteken. Mit der Entdeckung im 15. Jahrhundert kamen die Spanier mit den Einwohnern und Gold-Nachricht in Kontakt. Hernandez Cortez machte sich im 16. Jahrhundert auf die Suche nach der Quelle des Goldes. Die Goldfunde wurden überwiegend eingeschmolzen nach Spanien verschifft und das Volk der Azteken nach und nach ausgelöscht.
Kalifornischer Goldrausch im 19. Jahrhundert
Ein weiterer maßgeblicher Goldfund ereignete sich im Jahr 1848 am „American River“, Kalifornien. Beim Graben für das Wasserrad einer Sägemühle stieß James Marshall auf Goldnuggets. In Kürze entfachte der kalifornische Goldrausch, der innerhalb eines Jahres 90.000 Goldsucher nach Kalifornien führte. Das kontinuierliche Suche nach den besten Fundstellen an den Flussläufen und die immer wiederholenden Abläufe vom Kreisen der Goldpfannen führten zu Funden von insgesamt 570 Tonnen Gold. Nachfolgende Goldsucher begutachteten auch die Talhänge, wo mithilfe von starken Wasserstrahlen der Sand gelöst und weitere 1.400 Tonnen Gold abgebaut werden konnten. Dieses Vorgehen war der Beginn von rudimentärer Fördertechnik. Die Ausweitung in den Bergen markierte die Endphase des Goldrausches: Hunderte Abbaugebiete wurden von industriellen Minenbetreibern geschaffen, deren Minen bis zu 60 Kilometer große Tunnelsysteme aufwiesen, wie die 1853 eröffnete Alleghany Mine.
32 Jahre nach der Entdeckung in Kaliforniern wurden die Funde seltener und Goldsucher zog es nach Nevada, das ebenfalls Vorkommen aufwies und wo 1.100 Tonnen bis 1920 abgebaut wurden.
Goldschätze
Goldwerte in Milliardenhöhe im Meer
Die Schatzsuche haben sich viele Firmen zur Kernaufgabe gemacht. Technologisch bestens ausgestattet begeben sie sich beispielsweise auf die Suche nach versunkenen Schiffen, die laut historischen Aufzeichnungen große Goldschätze mit an Bord hatten.
Hin und wieder kommt es zum Erfolg. Kennt man Schätzungen über versunkene Schiffswracks, verwundert das nicht: Über drei Millionen Schiffe sollen auf dem Meeresgrund liegen. Die Zahl der Schiffe mit Schätzen an Bord ist ungewiss. Doch noch heute gelten rund 3000 Schiffe allein der spanischen Krone als vermisst, die beladen mit Gold und Silber der Inkas, Mayas und Azteken in der Karibik vor einem halben Jahrtausend auf der Silberroute der Konquistadoren untergingen. Experten schätzen den Wert von versunkenen Gold- und Silberschätzen auf 30 Milliarden Euro.
Menschen gehen auf Schatzsuche
Im vergangenen Jahrhundert gab es bereits spektakuläre Funde mit der Entdeckung des Grabes des Tutanchamuns durch Howard Carter im ägyptischen Tal der Könige. Am 16. Februar 1923 öffnete er die Grabkammer und entdeckte dabei umfangreiche Grabbeigaben aus Gold. Der wohl bedeutendste Fund: die Totenmaske Tutanchamuns, gemeinsam mit einem goldenen Schrein, Wächtern und dem Thron. Heute können die damals entdeckten Reliquien können größtenteils im ägyptischen Museum in Kairo besichtigt werden.
Heinrich Schliemann, ein Amateurarchäologe, der eigentlich deutscher Kaufmann war, legte von 1871 bis 1879 Teile der Stadt Troja frei. Er machte am 31. Mai 1873 eine sagenhafte Entdeckung: goldene Vasen, Diademe, Arm- und Stirnbänder und anderer Goldschmuck kamen unter den Mauerresten zum Vorschein. Nachdem er den Schatz "Priamos" taufte, übergab er ihn dem Völkerkunde Museum in Berlin. Nach 1945 gelangte der Schatz von Troja nach Moskau, wo er 1987 wiederentdeckt wurde.