Goldpreisentwicklung
Der Goldpreis ist mit 1077,61 Euro/oz in das Jahr 2017 gestartet und konnte gleich in den ersten Tagen schon kräftig über die 1100 Euro Marke zulegen. Bis zum 13.4.2017 trat eine positive Goldpreisentwicklung auf 1224 €/oz ein, was eine Goldpreis-Steigerung von über 13% in einem Vierteljahr bedeutete.
Trump und Brexit sorgten für positive Goldpreisentwicklung
Die Unsicherheiten rund um den neuen Präsidenten Trump und den Brexit, den Austritt Großbritanniens aus der EU sorgten für schnell steigende Goldkurse. Bis Mitte Juni 2017 ging der Goldpreis dann wieder auf ein Niveau von 1118 Euro pro Feinunze zurück, was immer noch eine Steigerung von 3,7% gegenüber dem Jahresanfang bedeutet. Ein Zinssatz, den sich so mancher Geldanleger auch von seinem Sparbuch oder Festgeld wünschen dürfte. Die Goldpreisentwicklung 2017 ist damit immer noch deutlich positiv.
Analysten sehen steigenden Goldkurs in 2017
Per Stand 19.6.2017 sehen Analysten – wie zuletzt die der Commerzbank – den Goldpreis im Laufe des Jahres 2017 weiter steigen. Ausgehend von einem Goldpreisniveau von 1250 $/oz sehen die Edelmetall-Experten der Commerzbank beispielsweise bis Jahresende ein Potential von weiteren 4% bis auf 1300 $/oz. Insgesamte könnte sich damit eine Goldpreisentwicklung von + 6 bis +8% für das Gesamtjahr 2017 ergeben.
Goldpreisentwicklung im Vergleich zu anderen Renditen
Vergleicht man die bisherige Goldpreisentwicklung (+3,7%), bzw. die angenommene (+6%) für dieses Jahr mit den Renditen anderer banktypischer Anlagen so ergibt sich das folgende Bild:
- Goldpreisentwicklung 1.2017 bis 6.2017 + 3,7%
- Goldpreisentwicklung erwartet 2017 +6%
- Rendite 10jähriger Bundesanleihen per 19.6.2017: 0,271 % p.a.
- Festgeld (Beispiel norisbank per 19.6.2017 ) 0,1% p.a.
- Sparbrief (Targobank, 1 Jahr) 0,2%
Im Ergebnis heißt das: Selbst, wenn der Goldpreis bis zum Jahresende nur noch seitwärts gehen sollte, wäre die Goldpreisentwicklung deutlich positiver als Vergleichsanlagen in Sparbriefen, Festgeldern oder Bundesanleihen.
Was spricht fundamental für steigende Goldkurse
Für einen steigenden Goldkurs in 2017 sprechen die weltweit ungelösten Probleme, die für Unsicherheiten bei den Anlegern sorgen und damit zu vermehrten Gold-Investitionen führen:
- Unsicherheiten rund um die Präsidentschaft von US-Präsident Trump
- IS-Terror weltweit
- Flüchtlingsproblematik in Europa inkl. Damoklesschwert Türkei
- Finanz- und Schuldenkrise: überschuldete Staaten und unterfinanzierte Banken
- EU-Krise: Brexit, Griechenland und mögliche weitere EU-Austritte
- Labile Weltkonjunktur
- Krisenherde wie Ukraine/Korea etc.
Was dämpft eine positive Goldpreisentwicklung in 2017?
Mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank FED könnten den Goldpreisanstieg dämpfen, weil bei einem gestiegenem Zinsniveau Alternativen zu Gold interessanter werden. ABER: Noch ist das Zinsniveau trotz mehrerer Zinserhöhungen in den USA immer noch auf historisch niedrigen 1 bis 1,25% p.a.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Goldpreis um mehr als diesen Satz pro Jahr noch oben bewegen wird, dürfte ziemlich groß sein. Auch würde eine zu starke Zinserhöhung der FED in den USA für zwei Probleme sorgen:
- Die US-Konjunktur 2017 wird wieder abgewürgt
- Der Staat USA kann sich die höheren Zinsen für seine Staatsanleihen schlichtweg nicht mehr leisten und müsste wieder Schulen und Behörden schließen, um Geld zu sparen. Bereits mehrfach waren die USA in der Vergangenheit bereits an der gesetzlichen Schuldenobergrenze. Ein gestiegener Zinssatz dürfte dies beschleunigen
- Die FED muss auch noch Milliarden von Liquidität am Markt wieder „einsammeln“, was dem Zurückdrücken von Zahnpasta in eine Zahnpastatube entspricht und sehr schwierig sein dürfte
Analysten sehen Goldpreis steigen
Betrachtet man die Vorhersagen zur Goldpreisentwicklung 2017, die von den Analysten der Banken am Jahresanfang abgegeben wurden, so ergeben sich z.B. folgende Einschätzungen zum Goldpreis:
- HELABA: 1450 $/oz
- LBBW: 1450 $/oz
- Durchschnitt der Analysten: 1286 $/oz
Alle diese Analysten liegen über den aktuellen (Stand 19.6.2017) Goldpreisen (ca. 1250 $/oz, respektive 1118 Euro/oz), d.h. der Goldpreis hat noch Potential nach oben.
Wie kann ich von einer positiven Goldpreisentwicklung profitieren?
Grundsätzlich sollte man Gold ja nicht kaufen, um damit kurzfristig zu spekulieren. Wer jedoch an einen mittel- bis langfristig steigenden Goldkurs glaubt und an einer positiven Goldpreisentwicklung teilhaben will, kann physischen Gold kaufen. D.h. Gold, welches dann auch tatsächlich in Form von Goldbarren oder Goldmünzen ausgeliefert werden. Bewegt sich der Goldpreis in Euro nach oben, wird sich immer auch der Krügerrand Preis in Euro nach oben bewegen. Gleiches gilt natürlich für eine nicht erwartete Abwärtsbewegung.
Eine Krügerrand-Goldmünze (1 Unze) hat beispielsweise Anfang der 2000er Jahre noch kurz über 300 Euro gekostet. Aktuell ist sie aufgrund des gestiegenen Goldpreises (Stand 19.6.2017) zwischen 1100 und 1200 Euro wert, mithin hat sich das Kapital ca. vervierfacht. Hier kann man sich z.B. trefflich anschauen, wie sich der Krügerrand-Preis bis zum Jahr 2017 entwickelt hat:
Kann ich an einer positiven Goldkurs-Entwicklung steuerfrei teilnehmen?
Ja, auch das geht: Wer als Privatanleger physisches Gold kauft, wie man es ja tut, wenn Anleger beispielsweise Krügerrand Goldmünzen kaufen und diese dann mehr als ein Jahr im Besitz hält, darf den Zugewinn komplett einkommensteuerfrei vereinnahmen (Stand 19.6.2017). Dazu reicht eine Besitzdauer von einem Jahr und einem Tag. Deswegen sollten Sie sich Ihre Kaufquittungen/Rechnungen über Goldkäufe und -Verkäufe auch aufheben. So können Sie nachweisen, zu welchem Kurs sie beispielsweise den Krügerrand gekauft und verkauft haben und wie lange sie das Gold im Besitz hatten. Bei einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ist es steuerfrei.
Selber auf positive Goldpreisentwicklung setzen:
Wer darauf setzt, dass sich der Goldpreis 2017 weiter positiv entwickelt, kann z.B. durch das Kaufen folgender Goldprodukte an der weiteren Preisentwicklung teilhaben. Die meisten Anleger investieren mit dem Teil des Vermögens in Gold, den sie b.a.w. voraussichtlich ohnehin nicht benötigen. Dies geht z.B. durch:
Historischer Höchstpreis Gold Feinunze
Der historische Höchststand des Goldpreises in Euro betrug am 9.9.2011 1360 Euro/oz, was bei aktuellen (19.6.2017) Goldkursen von 1118 Euro/oz das Potential der Goldpreisentwicklung aufzeigt, die Gold noch hat. Verstärken sich die Krisen weltweit noch, ist die Goldpreis im Lauf nach oben natürlich frei.